WORKSPACE.PM
Glossar

Begriffe von WORKSPACE.PM und dem Projektmanagement

Container, AKV, Earned Value, PSP-Code: rund 55 Begriffe kurz erklärt, jeweils mit dem Weg zur passenden Anleitung.

A

AKV-Matrixauch: RACI, Aufgaben Kompetenz Verantwortung

Zuordnung von Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung je Person und Arbeitspaket. Sie beantwortet die Frage, wer etwas tut, wer entscheiden darf und wer geradesteht. Verwandt mit der RACI-Systematik, aber auf drei Marker verdichtet.

Anordnungsbeziehungauch: Abhängigkeit, Vorgänger

Die logische Verknüpfung zweier Vorgänge, etwa Ende-Anfang oder Ende-Ende, optional mit Zeitabstand. Sie ist die Rechengrundlage für Netzplan, kritischen Pfad und Puffer.

Anforderung

Eine dokumentierte Erwartung an das Ergebnis, mit Typ, Priorität und Status. Anforderungen werden in einem eigenen Bereich geführt und über Prüfobjekte nachgewiesen.

Änderungsantragauch: Change Request

Ein förmlicher Antrag, Umfang, Termine oder Kosten eines laufenden Projekts zu ändern. Er trägt Kategorie, Auswirkung und genehmigende Person und lässt sich mit dem auslösenden Risiko verknüpfen.

Auslastungauch: Workload

Das Verhältnis von zugewiesenem Aufwand zur verfügbaren Kapazität einer Person oder eines Teams in einem Zeitraum. Über- und Unterdeckung werden dadurch früh sichtbar.

B

Backlog

Die priorisierte Sammlung noch nicht eingeplanter Arbeit. Einträge werden geschätzt, in eine Reihenfolge gebracht und Sprints zugeordnet.

Basisplanauch: Baseline

Ein festgeschriebener Planungsstand zu einem Stichtag. Er dient als Vergleichsmaßstab: Abweichungen sind nur gegenüber einem Basisplan messbar, nicht gegenüber dem laufend angepassten Plan.

Bowtie-Analyse

Darstellung eines Risikos als Schleife: links die Ursachen, in der Mitte das Ereignis, rechts die Konsequenzen. Sie macht sichtbar, ob Maßnahmen vorbeugend oder nur schadensbegrenzend wirken.

Bruttorisiko und Nettorisikoauch: Risikowert

Der Bruttowert bewertet ein Risiko ohne wirksame Maßnahmen, der Nettowert unter Berücksichtigung der hinterlegten Maßnahmen. Die Differenz zeigt, was die Maßnahmen rechnerisch bringen.

Burndown

Kurve der verbleibenden Arbeit über die Zeit. Im Sprint zeigt sie, ob das eingeplante Volumen zu schaffen ist; im Risikomanagement, ob der Risikobestand abgebaut wird.

C

Chanceauch: Opportunity, Chancenmanagement

Das Gegenstück zum Risiko: ein mögliches Ereignis mit positiver Wirkung. Chancen werden wie Risiken bewertet, mit Maßnahmen versehen und über ein Zeitfenster geführt.

Check-in

Die regelmäßige Fortschreibung eines Key Results mit neuem Wert, Einschätzung der Zuversicht und einer kurzen Notiz. Ohne Check-ins bewegt sich kein OKR-Fortschritt.

CMIS

Herstellerunabhängige Schnittstelle für Dokumentenmanagementsysteme. Über sie lässt sich ein vorhandenes DMS als Ablage für Dateien anbinden.

Containerauch: Arbeitspaket, Phase, PSP-Element

Das Strukturelement der Projektgliederung in WORKSPACE.PM. Ein Container kann eine Phase, ein Arbeitspaket, eine Iteration, ein Meilenstein oder ein Quality Gate sein. Container tragen Termine, Aufwände, Kosten, Berechtigungen sowie eigene Aufgaben, Risiken und Dokumentation.

Contingency-Reserveauch: Kostenreserve, Risikoreserve

Ein aus den Risikobandbreiten errechneter Betrag, der bekannte Risiken abdeckt. In WORKSPACE.PM stammt er aus einer Monte-Carlo-Simulation und lässt sich als Kostenposition in einen Container übernehmen.

Cumulative Flow

Flächendiagramm über die Anzahl der Aufgaben je Status im Zeitverlauf. Wachsende Bänder zeigen Staus vor einer bestimmten Bearbeitungsstufe.

E

Earned Valueauch: EVA, Fertigstellungswert

Verfahren, das Termin- und Kostenabweichung auf einer gemeinsamen Grundlage misst: Es vergleicht den Wert der tatsächlich erbrachten Leistung mit Plan und Kosten. Erlaubt Aussagen wie "im Zeitplan, aber zu teuer".

F

Förder-Radar

Recherchefläche für öffentliche Förderprogramme mit lokaler Kopie des Programmbestands, Volltextsuche, Filtern und Programmdetails samt Verweis auf die amtliche Quelle.

G

Ganttauch: Balkenplan

Darstellung des Terminplans als Balken auf einer Zeitachse, links begleitet von einer bearbeitbaren Tabelle. Zeigt Dauer, Reihenfolge und Abhängigkeiten der Vorgänge.

Geschütztes Projekt

Ein Projekt, das selbst für die Administration unsichtbar bleibt und ausschließlich dem Projektteam zugänglich ist. Geschützte Projekte erscheinen nicht im Portfolio und werden dort nicht ausgewertet.

Guardrail

Eine Art von Key Result, bei dem ein Wert gehalten statt gesteigert wird. Sie verhindert, dass ein ehrgeiziges Ziel auf Kosten von Qualität, Kosten oder Zufriedenheit erreicht wird.

K

Kanban

Arbeitsweise, bei der Aufgaben als Karten über Spalten wandern und der Arbeitsfluss sichtbar wird. In WORKSPACE.PM gibt es persönliche, Projekt-, Container- und Team-Boards.

Key Result

Die messbare Seite eines Objectives. WORKSPACE.PM kennt sechs Typen, darunter Zielwerte, Meilensteine, binäre Ziele und Guardrails.

KRIauch: Frühwarnindikator, Key Risk Indicator

Eine messbare Kennzahl mit Schwellwert, die eine Risikoentwicklung anzeigt, bevor sie sich in Terminen oder Kosten niederschlägt.

Kritischer Pfad

Die Kette von Vorgängen ohne Puffer. Jede Verzögerung auf diesem Pfad verschiebt den Endtermin des Projekts unmittelbar.

L

Label

Frei vergebenes Schlagwort an Aufgaben und Wiki-Seiten. Labels wirken projektübergreifend und eignen sich für Auswertungen quer zur Projektstruktur.

M

Mandantauch: Tenant

Die abgeschlossene Arbeitsumgebung einer Organisation mit eigenen Benutzern, Projekten, Rollen und Einstellungen. Daten eines Mandanten sind für andere Mandanten nicht erreichbar.

MCPauch: Model Context Protocol

Protokoll, über das externe KI-Anwendungen auf Werkzeuge und Daten zugreifen. WORKSPACE.PM stellt einen MCP-Endpunkt bereit, dessen Nutzung über eigene Berechtigungsstufen geregelt ist.

Meilenstein

Ein Ereignis ohne Dauer, das einen Zustand markiert, etwa eine Freigabe oder Übergabe. Im Gantt wird ein Meilenstein eigenständig dargestellt.

Monte-Carlo-Simulation

Rechenverfahren, das aus Bandbreiten vieler Einzelrisiken tausende mögliche Verläufe würfelt. Ergebnis ist eine Wahrscheinlichkeitsverteilung statt eines Einzelwerts, ablesbar als Perzentil.

N

Netzplan

Darstellung der Vorgänge als Knoten mit ihren Anordnungsbeziehungen. Grundlage für Vorwärts- und Rückwärtsterminierung, aus denen sich Puffer und kritischer Pfad ergeben.

O

Objective

Ein qualitativ formuliertes Ziel innerhalb eines Strategiefelds. Objectives lassen sich hierarchisch verschachteln und werden über Key Results messbar.

OKR-Zyklus

Der Zeitraum, für den Ziele gesetzt werden. Zyklen lassen sich hierarchisch anlegen, etwa ein Jahreszyklus mit vier Quartalszyklen darunter.

Onepager

Die Zusammenfassung eines Projekts auf einer Seite aus frei anordenbaren Kacheln: Gesundheitswert, Rahmenbedingungen, Kennzahlen, Risiken, Team und Verlauf. Als PDF exportierbar.

P

Portfolio

Die Zusammenfassung mehrerer Projekte und Programme zur gemeinsamen Steuerung. Auf Portfolioebene stehen Dashboard, Liste, Diagramm, Gantt sowie übergreifende Risiko- und Chancenauswertungen zur Verfügung.

Programm

Eine Klammer über mehrere inhaltlich zusammenhängende Projekte. Risiken und Chancen, die mehrere dieser Projekte betreffen, gehören auf Programmebene statt in jedes Projekt einzeln.

Projektsteckbrief

Die verdichtete Beschreibung eines Vorhabens mit Zielen, Nutzen, Rahmenbedingungen und Abgrenzung. Grundlage für Freigabe, Fördermittel-Check und Berichte.

PSP-Codeauch: Projektstrukturplan, WBS

Die hierarchische Nummer eines Strukturelements, etwa 6.2 für das zweite Arbeitspaket der sechsten Phase. Im Gantt lassen sich Abhängigkeiten über PSP-Codes direkt eintippen.

Pufferauch: Gesamtpuffer, Terminkorridor

Die Zeitspanne, um die ein Vorgang verschoben werden kann, ohne den Endtermin zu gefährden. Ein schrumpfender Puffer ist ein früheres Warnsignal als ein bereits überschrittener Termin.

Q

Quality Gate

Ein Prüfpunkt im Projektverlauf, an dem festgelegte Kriterien erfüllt sein müssen, bevor weitergearbeitet wird. Wird wie ein Meilenstein ohne Dauer dargestellt.

R

Ressource

Eine Person oder ein Sachmittel mit einer Kapazität, die Projekten zugewiesen wird. Ressourcen tragen Attribute, über die sich Eignung und Verfügbarkeit steuern lassen.

Risikomatrix

Raster aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung, in dem jedes Risiko eine Zelle belegt. Ein Klick auf eine Zelle filtert das Register auf genau diese Risiken.

Response-Strategie

Der gewählte Umgang mit einem Risiko oder einer Chance. Bei Risiken: vermeiden, vermindern, übertragen oder akzeptieren. Bei Chancen: nutzen, verstärken, teilen oder akzeptieren.

S

SCIM

Standard, über den ein Identitätsanbieter Benutzerkonten automatisch bereitstellt und wieder entzieht. Vermeidet die Pflege von Konten an zwei Stellen.

Spaceauch: Wiki-Bereich

Die oberste Gliederungsebene des Wikis. Bereiche gibt es organisationsweit, je Projekt und je Team; sie tragen ein eigenes Verifizierungsintervall.

Sprintauch: Iteration

Ein fester Zeitabschnitt, in dem ein abgegrenztes Arbeitspaket erledigt wird. Zum Abschluss wird der Sprint mit einer Review-Notiz beendet.

Single Sign-Onauch: SSO, OIDC, SAML

Anmeldung über den Identitätsanbieter des Unternehmens statt über ein eigenes Passwort. Die Zuständigkeit wird anhand der E-Mail-Domain erkannt.

Stakeholder

Person oder Gruppe mit Interesse am Projekt oder Einfluss darauf. Im Stakeholder-Register werden Einfluss, Haltung, Erwartungen und geplante Maßnahmen festgehalten.

Statusbericht

Strukturierte Bewertung von Terminen, Kosten und Leistung zu einem Stichtag, vorbefüllt aus dem letzten Bericht und dem aktuellen Projektstand.

Story Point

Relative Schätzeinheit für den Aufwand einer Aufgabe, unabhängig von Stunden. Nur sinnvoll, wenn die Einheit im Projekt einheitlich bleibt.

Strategiefeld

Eine inhaltliche Säule der Unternehmensstrategie mit Verantwortlichen, Zeitrahmen, Budget und Gewichtung. Objectives hängen jeweils an einem Strategiefeld.

T

Triggerauch: Auslöser

Ein Ereignis, das einen Workflow startet, etwa das Anlegen einer Chance oder die Änderung eines Key Results. Bedingungen schränken ein, wann der Auslöser tatsächlich greift.

V

Velocity

Die Menge an Arbeit, die ein Team je Sprint tatsächlich abschließt. Als Erfahrungswert taugt sie zur Planung, als Leistungskennzahl für einzelne Personen nicht.

Verifizierung

Zwei Bedeutungen: im Wiki der Prüfstempel mit Ablaufdatum, der Wissen aktuell hält; im Engineering der Nachweis über Prüfobjekte und Prüfläufe, dass eine Anforderung erfüllt ist.

W

Webhook

Eine von Ihnen hinterlegte Adresse, an die WORKSPACE.PM ausgewählte Ereignisse meldet. Ein Zustellprotokoll zeigt, was tatsächlich gesendet wurde.

Z

Zeitblattauch: Timesheet

Die Wochenaufstellung erfasster Stunden mit Gegenüberstellung zu den Sollstunden. Wird eingereicht, geprüft und genehmigt; bis zur Genehmigung ist ein Rückzug möglich.

Zurück zum Hilfe-Center