Projektstatusbericht Nr. 8 - Bürgerservice-Portal (BSP-2026)
- Stichtag
- 31. Dezember 2026
- Berichtszeitraum
- 1. bis 31. Dezember 2026
- Projektleitung
- Dr. Anke Berger
- Auftraggeber
- Erster Stadtrat, Stadt Lindenau
- Verteiler
- Lenkungsausschuss, PMO
- Laufzeit
- 01.05.2026 - 30.06.2027 (Monat 8 von 14)
- Status des Berichts
- Eingereicht
1 Gesamtstatus
2 Termin, Kosten, Leistung
- Termin3
- Gelb. Trend: ↘ verschlechtert. Meilenstein M4 „Schnittstelle zum Einwohnermeldeverfahren abgenommen“, geplant 31. Januar 2027, neu 15. März 2027. Die im Rathaus eingesetzte Version des Fachverfahrens wird vom Portal nicht unterstützt; das Update wird aus dem Folgejahr vorgezogen.
- Kosten4
- Grün. Trend: → unverändert. Verbraucht 187.000 € von 480.000 €; Plan zum Stichtag 195.000 €. Mehrkosten für das vorgezogene Update: 14.500 €, gedeckt aus der Reserve.
- Leistung / Qualität5
- Grün. Trend: → unverändert. Pilotbetrieb mit drei Diensten seit 30. November stabil, 412 Online-Anträge im Dezember, 6 Störungsmeldungen, alle behoben.
3 Fortschritt und Meilensteine
- Fortschritt6
- 58 % (Plan: 60 %). M1 Fachkonzept ✓ 31.07. · M2 Zuschlag ✓ 30.09. · M3 Pilotbetrieb ✓ 30.11. · M4 Schnittstelle → 15.03.2027 · M5 alle zwölf Dienste 30.04.2027 · M6 Regelbetrieb 30.06.2027
4 Risiken und Probleme
- Risiken7
- Landes-Servicekonto: Freigabe der Testumgebung steht aus (Eintritt mittel, Auswirkung hoch). Gegenmaßnahme: Anfrage über die Landesbehörde eskaliert, Rückmeldung bis 20. Januar.
- Probleme
- Fachbereich Ordnung hat die beiden Stellen für die Terminvergabe noch nicht neu zugeordnet; die Schulung für Januar ist dadurch nicht planbar.
5 Nächste Schritte
- Nächste Schritte
- Update Fachverfahren installieren (IT-Koordination, bis 31.01.) · Schulungsplan Fachbereich Ordnung (Dr. Berger, bis 20.01.) · Testzugang Servicekonto anfordern (IT-Koordination, bis 20.01.)
6 Entscheidungsbedarf
- Entscheidungsbedarf8
- Punkt 6: Freigabe von 14.500 € aus der Reserve für das vorgezogene Update des Fachverfahrens - bis 15. Januar 2027.
Hinweise zu den Feldern
- 1Ampel gesamt: Die Gesamtampel ist Ihre Einschätzung, kein Durchschnitt der Einzelampeln. Meist folgt sie dem schwächsten Punkt - wenn nicht, schreiben Sie dazu, warum.
- 2Begründung: Zwei Sätze reichen. Der erste sagt, was los ist, der zweite, was das für den Endtermin heißt.
- 3Termin: Plan gegen Ist je Meilenstein, Verschiebung in Wochen, Ursache. „Verzögert“ allein ist kein Status.
- 4Kosten: Ist-Kosten immer neben dem Planwert zum Stichtag, nicht neben dem Gesamtbudget. 39 Prozent verbraucht sagt nichts, solange niemand weiß, ob 39 Prozent vorgesehen waren.
- 5Leistung / Qualität: Hier gehört das hin, was das Projekt liefert - abgenommene Ergebnisse, Nutzungszahlen, offene Mängel.
- 6Fortschritt: Fortschritt nach abgenommenen Ergebnissen, nicht nach verbrauchter Zeit. Erreichte Meilensteine mit Datum, verschobene mit neuem Datum.
- 7Risiken: Nur die Risiken, die sich seit dem letzten Bericht geändert haben oder eine Entscheidung brauchen. Das vollständige Risikoregister ist ein eigenes Dokument.
- 8Entscheidungsbedarf: Was der Lenkungsausschuss entscheiden soll, mit Betrag und Datum. Ein Statusbericht ohne diese Zeile wird zur Kenntnis genommen und weggelegt.
Was ein Projektstatusbericht ist - und was er nicht ist
Der Projektstatusbericht (auch Statusreport, Projektbericht oder schlicht Statusbericht) ist das Dokument, mit dem die Projektleitung in festen Abständen den Stand des Projekts meldet - meist monatlich, in kritischen Phasen alle zwei Wochen. Empfänger sind der Auftraggeber, der Lenkungsausschuss und das PMO, in kleineren Häusern die Geschäftsführung. Der Bericht gehört zum Projektcontrolling; er ist der Punkt, an dem aus dem, was das Team weiß, eine offizielle Aussage wird.
Sein Kern ist die Ampel. Grün, Gelb, Rot für das Gesamtprojekt und einzeln für Termin, Kosten und Leistung - manche nennen es Ampelbericht oder RAG-Status, gemeint ist dasselbe. Dazu kommen Fortschritt und Meilensteine, die wichtigsten Risiken und Probleme, und der Teil, den viele Vorlagen vergessen: Was soll der Empfänger entscheiden? Ein Statusbericht ohne Entscheidungsbedarf ist ein Lagebericht. Den liest man und legt ihn weg.
Was der Statusbericht nicht ist: ein Tätigkeitsnachweis. Was das Team in den letzten vier Wochen alles gemacht hat, interessiert den Lenkungsausschuss nur, soweit es den Stand verändert. Und er ist auch kein Ersatz für das Risikoregister oder den Projektplan - er verweist darauf.
Die Vorlage hier gibt es als Word-Dokument (der klassische Bericht, ein bis zwei Seiten), als PowerPoint-Folie mit denselben Feldern für die Gremiensitzung und als PDF. Dazu das ausgefüllte Muster aus dem fiktiven Projekt „Bürgerservice-Portal“ der Stadt Lindenau, das Sie oben sehen.
So füllen Sie die Statusbericht-Vorlage aus
Fangen Sie mit dem Stichtag an, nicht mit der Ampel. Der Stichtag ist der Tag, für den die Zahlen gelten - nicht der Tag, an dem Sie schreiben. Das klingt banal, ist aber der häufigste Grund, warum zwei Berichte nicht zusammenpassen: Der eine wurde am 3. geschrieben, meint aber den 31. Nummerieren Sie die Berichte durch (Nr. 8 im Beispiel), dann findet man sie in der Ablage wieder.
Dann die Einzelampeln, und zwar jede mit einem Satz Begründung im selben Feld. Bei Termin heißt das: welcher Meilenstein, Plandatum, neues Datum, Ursache. Bei Kosten: Ist-Stand neben dem Planwert zum Stichtag. Bei Leistung: was abgenommen ist, was in Betrieb läuft, was fehlt. Zu jeder Ampel gehört der Trend gegenüber dem letzten Bericht: ↗ verbessert, → unverändert, ↘ verschlechtert. Erst danach die Gesamtampel - sie ist Ihre Bewertung, und sie darf vom schwächsten Einzelwert abweichen, wenn Sie das begründen.
Fortschritt geben Sie in Prozent an, aber nach Ergebnissen: Was ist abgenommen, welche Meilensteine sind erreicht. Verbrauchte Zeit ist kein Fortschritt. Bei Risiken nur das, was sich seit dem letzten Bericht geändert hat oder eine Entscheidung braucht; der Rest steht im Risikoregister. Danach die nächsten Schritte bis zum nächsten Bericht und zum Schluss, als eigener Abschnitt, der Entscheidungsbedarf mit Betrag und Frist - das ist die Zeile, wegen der der Lenkungsausschuss den Bericht überhaupt liest.
Die nummerierten Hinweise am Blatt oben gehen die Felder noch einmal einzeln durch.
Typische Fehler im Statusbericht
- Ampel gelb, Text grün
- Die Ampel steht auf Gelb, im Text steht, alles laufe nach Plan. Der Leser glaubt dann keinem von beiden. Wenn eine Ampel nicht grün ist, gehört in dasselbe Feld der Grund und die Gegenmaßnahme.
- Kosten gegen das Gesamtbudget statt gegen den Plan
- „39 Prozent verbraucht“ ist keine Aussage, solange nicht daneben steht, wie viel zum Stichtag verbraucht sein sollte. Im Lindenau-Beispiel sind 187.000 € nach acht Monaten unauffällig, weil der Plan 195.000 € vorsah. Ohne den Planwert sähe die Zahl nach Sparsamkeit aus - oder nach Stillstand.
- Der Bericht als Tätigkeitsliste
- Zwölf Zeilen darüber, welche Workshops stattgefunden haben, und keine darüber, ob der Endtermin noch steht. Der Lenkungsausschuss will den Stand, nicht die Arbeit. Tätigkeiten gehören ins Protokoll der Teamsitzung.
- Kein Entscheidungsbedarf
- Der Bericht endet mit „nächste Schritte“, aber nirgends steht, was das Gremium tun soll. Dann wird er zur Kenntnis genommen. Wenn es nichts zu entscheiden gibt, schreiben Sie das hin - „kein Entscheidungsbedarf“ ist auch eine Information.
- Jeder Bericht eine neue Vorlage
- Nach drei Monaten hat jedes Projekt seine eigene Fassung der Vorlage, mit anderen Feldern in anderer Reihenfolge. Wer die Berichte vergleichen soll, gibt auf. Die Vorlage einmal festlegen und nicht mehr anfassen - oder das Berichtswesen an einer Stelle führen.
Ab wann die Word-Vorlage nicht mehr reicht
Für ein Projekt, einen Auftraggeber und einen monatlichen Rhythmus funktioniert die Datei. Das Problem beginnt beim Sammeln. Ein PMO mit zwölf Projekten bekommt zwölf Dateien im Monat, 144 im Jahr, jede per E-Mail und in leicht abweichender Fassung. Bevor der Bericht an die Geschäftsführung fertig ist, hat jemand zwölfmal nachgefragt, ob das wirklich der letzte Stand ist. Und der Verlauf einer Ampel über sechs Monate liegt in sechs Postfächern.
Das ist der Punkt, an dem Statusberichte in ein Werkzeug gehören. In WORKSPACE.PM ist der Bericht ein Datensatz im Projekt, mit denselben Feldern wie in dieser Vorlage:
| In der Datei | WORKSPACE.PM |
|---|---|
| Jeder Bericht ist eine neue Kopie der Vorlage; Fortschritt, Budget und Kennzahlen werden abgetippt. | Der Statusbericht wird im Projekt angelegt; als Berichtsfelder markierte Projektfelder werden aus dem letzten Bericht vorbefüllt. |
| Eingereicht heißt: E-Mail verschickt. Wer wann freigegeben hat, steht nirgends. | Berichte durchlaufen Entwurf, eingereicht, freigegeben; nach der Freigabe sind die festgehaltenen Werte zum Stichtag gesperrt. |
| Der Ampelverlauf über mehrere Monate muss aus alten Dateien zusammengesucht werden. | Die Bewertungen für Termin, Kosten und Leistung liegen je Bericht am Projekt und lassen sich über die Berichte hinweg lesen. |
| Für die Gremiensitzung wird der Bericht noch einmal in eine Folie übertragen. | Der Projekt-Onepager fasst Status, Risiken und Finanzen auf einer Seite zusammen und wird als PDF exportiert. |
Diese Vorlage gibt es in WORKSPACE.PM als Statusbericht im Projekt
Die Projektleitung legt den Statusbericht direkt im Projekt an: Fortschritt, Bewertung von Termin, Kosten und Leistung mit Ampel und Begründung, nächste Schritte. Der Bericht geht von Entwurf über eingereicht nach freigegeben; als Berichtsfelder markierte Projektfelder halten je Bericht ihren Wert zum Stichtag fest und sind nach der Freigabe gesperrt. Für die Sitzung liefert der Onepager die Ein-Seiten-Zusammenfassung als PDF.
Statusberichte in WORKSPACE.PM ansehenDieselbe Vorlage mit Platzhaltern - zum Hochladen in WORKSPACE.PM
Die Word-Fassung gibt es zusätzlich mit Platzhaltern in doppelten geschweiften Klammern statt Freitext, etwa projekt.name für den Projektnamen oder die Felder des letzten Statusberichts. Laden Sie sie unter Administration, Dokumentvorlagen hoch; beim Hochladen zeigt WORKSPACE.PM, wie viele Platzhalter erkannt wurden. Ab dann erzeugen Sie den Bericht aus der Projektakte heraus mit den aktuellen Projektdaten - als Download oder direkt in die Projektakte. Platzhalter ohne Datenquelle werden vor dem Erzeugen angezeigt und lassen sich von Hand füllen.
Häufige Fragen zur Statusbericht-Vorlage
01Was kostet die Vorlage, und muss ich mich anmelden?
Nichts, und nein. Die Dateien liegen direkt hinter den Links, ohne Formular und ohne E-Mail-Adresse.
02Gibt es den Projektstatusbericht auch als Excel-Vorlage?
Nein, bewusst nicht. Ein Statusbericht ist ein Text mit Ampeln, keine Tabelle; in Excel wird er zur Zahlenliste ohne Begründung. Wenn Sie mehrere Projekte in einer Tabelle nebeneinander sehen wollen, ist das eine Portfolio-Übersicht - die kommt als eigene Vorlage.
03Wie oft sollte ein Statusbericht erstellt werden?
Monatlich ist der übliche Rhythmus für Projekte mit Lenkungsausschuss. In der heißen Phase vor einem Go-live oder bei roter Ampel alle zwei Wochen. Wöchentlich nur, wenn der Auftraggeber es verlangt - dann wird der Bericht kürzer, nicht häufiger gleich lang.
04Was ist der Unterschied zwischen Statusbericht und Lenkungsausschuss-Vorlage?
Der Statusbericht ist das Dokument; die Lenkungsausschuss-Vorlage ist die Folie daraus. Deshalb gibt es hier beide Formate mit denselben Feldern: Word für den Bericht, PowerPoint für die Sitzung. Wer die Folie separat pflegt, hat nach zwei Sitzungen zwei Wahrheiten.
05Was bedeuten die Ampelfarben genau?
Grün: im Plan, keine Maßnahme nötig. Gelb: Abweichung, die das Projekt selbst auffangen kann - mit Gegenmaßnahme im Bericht. Rot: Abweichung, die eine Entscheidung außerhalb des Projekts braucht, also vom Lenkungsausschuss oder Auftraggeber. Die Definition gehört einmal ins Projekthandbuch, sonst meint jeder etwas anderes.
06Läuft die Vorlage in LibreOffice?
Die Dateien enthalten keine Makros und nutzen nur Standardfunktionen von Word und PowerPoint, die LibreOffice Writer und Impress ebenfalls beherrschen. Die Schrift Calibri ersetzt LibreOffice durch das gleich breite Carlito, Zeilen- und Seitenumbrüche bleiben dadurch erhalten. Geprüft haben wir die Vorlage mit Microsoft Office. Die Ampeln sind farbige Zellen, keine Formularfelder.
07Darf ich die Vorlage im Unternehmen einsetzen und anpassen?
Ja, auch gewerblich, in beliebig vielen Projekten, mit eigenem Logo. Nur Weiterverkauf und Veröffentlichung als eigene Vorlage sind ausgeschlossen.
Den nächsten Statusbericht im Projekt statt in der Datei schreiben
Die Sandbox öffnet eine WORKSPACE.PM-Instanz mit Demoprojekten, ohne Registrierung. Legen Sie dort einen Statusbericht mit Ampel an, reichen Sie ihn ein und sehen Sie, was nach der Freigabe passiert.
In fünf Minuten startklar, ohne Kreditkarte.
