WORKSPACE.PM
Umfeld und BeteiligteXLSXPPTXPDFStand 17. September 2026

Stakeholderanalyse Vorlage (Excel, PowerPoint) - kostenlos herunterladen

Eine Vorlage für die Stakeholderanalyse - auch Umfeldanalyse, Projektumfeldanalyse oder Stakeholder-Mapping genannt: Wer ist vom Projekt betroffen, wie viel Einfluss hat er, wie steht er dazu, und was tun Sie damit. Als Excel-Tabelle mit Register, Umfeldraster und Einfluss-Konflikt-Matrix, als PowerPoint-Folie für die Präsentation, dazu ein ausgefülltes Beispiel.

  • Sofort herunterladen, keine E-Mail-Adresse nötig
  • Frei verwendbar, auch im Unternehmen
So sieht die Vorlage ausgefüllt aus - Beispielprojekt Stadt Lindenau

Stakeholderanalyse - Bürgerservice-Portal (BSP-2026), Stand 12.03.2026

Projektleitung
Dr. Anke Berger
Nächste Durchsicht
vor dem Lenkungsausschuss am 22.04.2026
Skala
Einfluss und Konfliktpotenzial 1 (gering) bis 5 (hoch)
Nr.Stakeholder1Typ2Einfluss3Konfliktpotenzial4Haltung5Erwartungen / Befürchtungen6Strategie7Maßnahme8Verantwortlich9Termin10
1Personalrat, Vorsitz Hr. Kaminskiintern, sozial42neutral (12.03.)Fordert Dienstvereinbarung zur Leistungskontrolle; befürchtet Überwachung der Sachbearbeitung über PortalstatistikenpartizipativEntwurf Dienstvereinbarung gemeinsam erarbeitenDr. Berger30.04.2026
2Erster Stadtrat (Auftraggeber)intern, sachlich51befürwortendErwartet sichtbare Ergebnisse vor der Haushaltsdebatte im MaipartizipativPilotdienste so wählen, dass ein Dienst vor Mai vorzeigbar istDr. Berger31.03.2026
3Fachbereich Ordnungintern, sozial44ablehnendPortal übernimmt die Terminvergabe, die zwei Stellen im Fachbereich erledigen; Stellen noch nicht neu zugeordnetdiskursivGespräch mit der Fachbereichsleitung zur Stellenzuordnung, Ergebnis in den ProjektauftragDr. Berger28.03.2026
4IT-Koordinationintern, sachlich33neutralErwartet Betrieb beim kommunalen Rechenzentrum, nicht bei den drei eigenen Administratoren; fürchtet Rufbereitschaft ohne StellendiskursivBetriebsmodell vor dem Zuschlag festlegenIT-Koordination15.06.2026
5Datenschutzbeauftragte Fr. Yilmazintern, sachlich22neutralDatenschutz-Folgenabschätzung vor dem Pilotbetrieb; Speicherorte der AntragsdatenrestriktivDSFA-Termin im Projektplan verankernDr. Berger30.04.2026
6Landesbehörde für Digitalisierungextern, sachlich21befürwortendAnbindung an das Landes-Servicekonto nach Vorgabe; Testumgebung nur nach AntragrestriktivTestzugang beantragenIT-Koordination31.05.2026
7Oppositionsfraktion im Stadtratextern, sozial24ablehnendWird die 480.000 € in der Haushaltsdebatte gegen die Grundschulsanierung stellenrepressivBeobachten; Argumentation zur Wartezeit vorbereitenDr. Berger30.04.2026
8Lindenauer Anzeigerextern, sozial22neutralBerichtet über Wartezeiten im Bürgerbüro; Interesse an einem Vorher-NachherrestriktivPressetermin zum Pilotstart planenPressestelle15.11.2026

Hinweise zu den Feldern

  1. 1Stakeholder: Person, Gruppe oder Organisation mit Rolle. So konkret wie möglich - „der Personalrat“ ist besser als „Mitarbeitende“.
  2. 2Typ: Intern oder extern, und ob die Beziehung sachlich (Recht, Geld, Technik) oder sozial (Interessen, Befindlichkeiten) ist. Daraus entsteht das Umfeldraster.
  3. 3Einfluss: Kann der Stakeholder das Projekt stoppen, verzögern oder beschleunigen? 5 = entscheidet über Budget oder Freigabe, 1 = kann sich beschweren.
  4. 4Konfliktpotenzial: Wie sehr kollidieren seine Interessen mit dem Projekt? Nicht mit der Haltung verwechseln: Jemand kann positiv gestimmt sein und trotzdem viel zu verlieren haben.
  5. 5Haltung: Befürwortend, neutral, ablehnend - Stand heute, mit Datum. Haltungen ändern sich; die Spalte wird bei jeder Durchsicht neu gesetzt.
  6. 6Erwartungen / Befürchtungen: Was der Stakeholder vom Projekt will und was er fürchtet - aus seiner Sicht, in seinen Worten. Das ist die Spalte, aus der die Maßnahme folgt.
  7. 7Strategie: Aus Einfluss und Konfliktpotenzial: partizipativ (aktiv einbinden), diskursiv (Dialog suchen), restriktiv (informieren), repressiv (beobachten). Das ist die Stakeholder-Matrix in einer Spalte.
  8. 8Maßnahme: Was konkret passiert.
  9. 9Verantwortlich: Wer es tut: Person oder Stelle.
  10. 10Termin: Bis wann, als Datum. Ohne Termin ist es ein Vorsatz.

Was eine Stakeholderanalyse ist und warum sie vor dem Projektplan kommt

Stakeholder sind alle, die ein Projekt beeinflussen können oder von ihm betroffen sind - Auftraggeber, Fachbereiche, Personalrat, Dienstleister, Behörden, Bürger, Presse. Die Stakeholderanalyse (im Deutschen auch Umfeldanalyse, Projektumfeldanalyse oder Interessengruppenanalyse; im Englischen Stakeholder Mapping) beantwortet für jeden von ihnen drei Fragen: Wie viel Einfluss hat er? Wie sehr kollidieren seine Interessen mit dem Projekt? Und wie steht er heute dazu? Aus den Antworten folgt, wen Sie einbinden, mit wem Sie den Dialog suchen, wen Sie nur informieren und wen Sie im Auge behalten.

Das Werkzeug dafür sind drei Ansichten derselben Liste: das Stakeholder-Register als Tabelle, das Umfeldanalyse-Raster (intern/extern gegen sachlich/sozial) und die Stakeholder-Matrix, in der Einfluss gegen Konfliktpotenzial aufgetragen wird - manche nennen sie Stakeholder-Portfolio, Kraftfeldanalyse oder Macht-Interesse-Matrix. Die vier Felder der Matrix ergeben die Strategie: partizipativ, diskursiv, restriktiv, repressiv.

Die Analyse gehört an den Projektstart, vor den Projektplan. Wer im Lindenau-Beispiel erst nach dem Zuschlag merkt, dass der Fachbereich Ordnung zwei Stellen verliert und der Personalrat eine Dienstvereinbarung will, plant um. Und sie ist nicht einmalig: Haltungen ändern sich, deshalb steht in der Vorlage ein Datum je Zeile und ein Termin für die nächste Durchsicht.

Die Vorlage gibt es als Excel-Tabelle mit Register, Umfeldraster und Matrix (Raster und Matrix füllen sich aus dem Register), als PowerPoint-Folie für die Präsentation im Lenkungsausschuss und als PDF, dazu das ausgefüllte Muster oben.

So füllen Sie die Stakeholderanalyse-Vorlage aus

Zuerst sammeln, dann bewerten. Schreiben Sie in einer halben Stunde mit zwei, drei Leuten aus dem Team alle auf, die betroffen sind oder mitreden - auch die, die unangenehm sind. Zwanzig Zeilen sind normal, fünf sind zu wenig. Erst wenn die Liste steht, kommen die Bewertungen.

Einfluss und Konfliktpotenzial bewerten Sie auf einer Skala von 1 bis 5, aber getrennt: Der Erste Stadtrat hat maximalen Einfluss und fast kein Konfliktpotenzial, der Fachbereich Ordnung hat beides. Verwechseln Sie Konfliktpotenzial nicht mit Haltung - jemand kann heute freundlich sein und trotzdem viel zu verlieren haben. Die Haltung ist eine Momentaufnahme mit Datum.

Die wichtigste Spalte ist „Erwartungen und Befürchtungen“. Schreiben Sie sie aus Sicht des Stakeholders, möglichst in seinen Worten - „fürchtet Rufbereitschaft ohne Stellenzuwachs“ sagt mehr als „skeptisch“. Aus dieser Spalte folgt die Maßnahme. Die Strategie ergibt sich aus Einfluss und Konfliktpotenzial, nach derselben Regel wie in WORKSPACE.PM: Einfluss 3 bis 5 und Konfliktpotenzial 1 bis 2 heißt partizipativ, also aktiv einbinden; Einfluss 3 bis 5 und Konfliktpotenzial 3 bis 5 heißt diskursiv, also den Dialog suchen; Einfluss 1 bis 2 heißt restriktiv, also informieren, und bei Konfliktpotenzial 4 bis 5 repressiv, also beobachten.

Jede Maßnahme hat einen Verantwortlichen und einen Termin. Und die ganze Liste hat einen Termin für die nächste Durchsicht - im Beispiel vor dem Lenkungsausschuss. Die nummerierten Hinweise am Blatt oben gehen die Spalten einzeln durch.

Typische Fehler in der Stakeholderanalyse

Nur die Freundlichen stehen drin
Die Liste enthält Auftraggeber, Team und den Dienstleister - nicht die Oppositionsfraktion, nicht den Fachbereich, der Stellen verliert. Die Analyse ist für die unangenehmen Stakeholder da; die angenehmen brauchen keine.
Haltung statt Konfliktpotenzial bewertet
Der Fachbereich war im Gespräch nett, also Konflikt 1. Zwei Monate später blockiert er die Terminvergabe, weil seine zwei Stellen nie geklärt wurden. Konfliktpotenzial misst, was jemand zu verlieren hat, nicht wie er sich benimmt.
Maßnahme ohne Termin
„Regelmäßig informieren“ ist keine Maßnahme. „Gespräch mit der Fachbereichsleitung bis 28.03., Ergebnis in den Projektauftrag“ ist eine.
Einmal gemacht, nie wieder angesehen
Die Analyse vom Projektstart liegt im Ordner, der Personalrat hat inzwischen seine Haltung geändert, und niemand weiß es. Ein Datum je Zeile und eine Durchsicht vor jedem Lenkungsausschuss - das ist der ganze Aufwand.
Die Analyse steht im Verteiler
Das Register mit „Oppositionsfraktion: ablehnend, beobachten“ landet in der Anlage zum Statusbericht. Die Stakeholderanalyse ist ein Arbeitsdokument der Projektleitung, kein Bericht.

Ab wann die Excel-Vorlage nicht mehr reicht

Für ein Projekt und eine Projektleitung ist die Tabelle das richtige Werkzeug. Schwierig wird es, wenn mehrere Leute daran arbeiten: Dann gibt es nach der dritten Durchsicht vier Fassungen der Datei, die Matrix auf der PowerPoint-Folie zeigt den Stand von vor zwei Monaten, und wer die Einzelheiten zu einem Stakeholder nachlesen will, scrollt durch eine Zelle mit 400 Zeichen.

In WORKSPACE.PM ist die Stakeholderanalyse eine Seite im Projekt, neben Risiken und Team:

In der DateiWORKSPACE.PM
Register, Raster und Matrix sind drei Blätter, die nach jeder Änderung neu aufeinander abgestimmt werden.Umfeldanalyse-Raster und Stakeholder-Portfolio-Matrix entstehen aus denselben Datensätzen wie das Register, auf derselben Seite.
Erwartungen, Befürchtungen und Maßnahmen quetschen sich in Tabellenzellen.Jeder Stakeholder hat eine Detailansicht mit Erwartungen und Befürchtungen, erwartetem Verhalten, Maßnahmen und Verantwortlichem aus den Nutzern.
Die Matrix wird für die Folie von Hand nachgezeichnet.Das Stakeholder-Portfolio zeigt Einfluss gegen Konfliktpotenzial mit den vier Strategiequadranten partizipativ, diskursiv, restriktiv, repressiv.
Die Analyse liegt in einem Ordner, getrennt von Risiken und Projektteam.Die Liste ist nach Stakeholder-Typ und Suchbegriff filterbar und liegt im Projekt neben Risiken, Team und Berichten.

Diese Vorlage gibt es in WORKSPACE.PM als Stakeholder-Seite im Projekt

Jedes Projekt in WORKSPACE.PM hat eine Stakeholder-Seite: das Register als Tabelle mit Detailansicht, je Stakeholder Typ, Konfliktpotenzial, Einfluss, Haltung sowie Erwartungen, erwartetes Verhalten, Maßnahmen und Verantwortlicher. Daneben die Umfeldanalyse als Raster und das Stakeholder-Portfolio als Matrix mit vier benannten Strategiequadranten, beide aus denselben Datensätzen.

Stakeholdermanagement in WORKSPACE.PM ansehen

Häufige Fragen zur Stakeholderanalyse-Vorlage

01Was kostet die Vorlage, und muss ich mich anmelden?

Nichts, und nein. Die Dateien liegen direkt hinter den Links, ohne Formular und ohne E-Mail-Adresse.

02Stakeholderanalyse, Umfeldanalyse, Stakeholder-Matrix - was ist der Unterschied?

Die Stakeholderanalyse ist der Vorgang, die Umfeldanalyse (intern/extern gegen sachlich/sozial) und die Stakeholder-Matrix (Einfluss gegen Konfliktpotenzial) sind zwei Darstellungen des Ergebnisses. In der Excel-Vorlage sind es zwei Blätter, die sich aus dem Register füllen.

03Wie viele Stakeholder gehören in die Liste?

So viele, wie es gibt - bei einem Verwaltungsprojekt mittlerer Größe zwischen fünfzehn und dreißig. Wenn es nur fünf sind, fehlen die unangenehmen. Gruppen Sie lieber später zusammen, als am Anfang zu wenige aufzuschreiben.

04Welche Skala für Einfluss und Konfliktpotenzial?

In der Vorlage 1 bis 5, weil das im Workshop schnell geht. Manche Häuser nutzen dreistufig (gering, mittel, hoch) - das reicht auch, WORKSPACE.PM arbeitet so. Wichtiger als die Skala ist, dass alle im Team dasselbe unter einer 4 verstehen.

05Wie oft aktualisiere ich die Analyse?

Vor jedem Lenkungsausschuss, mindestens quartalsweise, und immer, wenn ein Stakeholder seine Haltung sichtbar ändert. Die Spalte Haltung trägt deshalb ein Datum.

06Läuft die Vorlage in LibreOffice?

Die Excel-Datei enthält keine Makros und nutzt nur Standardfunktionen, damit sie auch in LibreOffice Calc funktioniert. Die Schrift Calibri ersetzt LibreOffice durch das gleich breite Carlito, Zeilen und Seiten verschieben sich dadurch nicht. Raster und Matrix füllen sich über die Funktion TEXTVERKETTEN (TEXTJOIN); in Microsoft Excel braucht das Excel 2019 oder Microsoft 365, ältere Fassungen zeigen dort #NAME?. Das Register funktioniert überall. Geprüft haben wir die Dateien mit Microsoft Office.

07Darf ich die Vorlage anpassen und im Unternehmen einsetzen?

Ja, auch gewerblich, in beliebig vielen Projekten, mit eigenen Spalten und eigener Skala. Nur Weiterverkauf und Veröffentlichung als eigene Vorlage sind ausgeschlossen.

Die Stakeholder im Projekt führen statt in der Tabelle

Die Sandbox öffnet eine WORKSPACE.PM-Instanz mit Demoprojekten, ohne Registrierung. Legen Sie dort einen Stakeholder an und sehen Sie, wie Raster und Matrix sich daraus ergeben.

In fünf Minuten startklar, ohne Kreditkarte.