WORKSPACE.PM vs. monday.com: die DSGVO-konforme Alternative für echtes Projektmanagement

WORKSPACE.PM ist eine Projekt- und Portfoliomanagement-Plattform aus Deutschland: Netzplanberechnung mit kritischem Pfad und Pufferzeiten, Projektstrukturplan mit PSP-Codes, Monte-Carlo-Risikosimulation, Portfolio-Szenarien mit Genehmigungsworkflow, Ressourcenkapazität über alle Projekte hinweg. Voller Funktionsumfang ab 99 € im Monat - wahlweise als SaaS, im dedizierten Managed Hosting oder komplett in Ihrem eigenen Rechenzentrum.
monday.com ist etwas anderes. Der Anbieter beschreibt sich selbst als „AI Work Platform", Gartner führt ihn in der Kategorie „Adaptive Project Management and Reporting". Das ist keine Abwertung, sondern eine Kategoriefrage: monday.com organisiert Aufgaben auf konfigurierbaren Boards, und darin ist es stark. Klassisches Projektmanagement mit Terminlogik, Kostenverfolgung und Portfoliosteuerung ist ein anderes Handwerk.
Dieser Artikel zeigt, wo der Unterschied konkret liegt, was er kostet und was er für Ihre Datenhoheit bedeutet. Jede Aussage über monday.com stammt aus dessen eigener, öffentlich zugänglicher Dokumentation und ist verlinkt.
Die drei Unterschiede in 60 Sekunden
Funktionstiefe. WORKSPACE.PM rechnet einen echten Netzplan: Vorwärts- und Rückwärtsterminierung, FAZ/FEZ/SAZ/SEZ und Gesamtpuffer je Vorgang, kritischer Pfad daraus abgeleitet. Dazu Monte-Carlo-Simulation über alle Risiken mit P50/P80/P90-Kostenexposure, Portfolio-Szenarien mit Genehmigung und Merge, Demand-Pipeline mit Stage-Gate-Entscheidungen. In monday.com ist der kritische Pfad eine rote Hervorhebung im Gantt-Diagramm - offiziell als Testfunktion gekennzeichnet - und Risiko- wie Änderungsmanagement laufen über Board-Vorlagen.
Preis. Ein 20-Personen-Team zahlt bei WORKSPACE.PM 4.212 € im Jahr, monatlich abgerechnet, mit vollem Funktionsumfang. Bei monday.com im Pro-Tarif sind es 4.560 € - jährlich im Voraus zu zahlen, ohne Portfoliomanagement, ohne Ressourcenverwaltung, ohne SSO und ohne Audit-Log. Die liegen im Enterprise-Tarif mit zwölf Monaten Mindestlaufzeit.
Datenhoheit. WORKSPACE.PM läuft in deutschen Rechenzentren - oder in Ihrem eigenen. Bei monday.com wird die Datenregion automatisch nach dem Standort des ersten Nutzers vergeben, EU-Hosting gibt es aber nur für Enterprise-Verträge oder für Standard-/Pro-Accounts ab dem 23. Januar 2023. Ein Teil der Daten bleibt in jedem Fall in den USA, und nachträglich lässt sich die Region nicht wechseln.
Die Belege für alle drei Punkte stehen unten.
Unterschied 1: Aufgabenmanagement ist nicht Projektmanagement
Wo die Grenze verläuft
Ein Aufgabentool beantwortet die Frage: Wer macht was bis wann? Ein Projektmanagementsystem beantwortet zusätzlich: Was passiert mit dem Endtermin, wenn dieser eine Vorgang zwei Wochen später fertig wird? Welche Vorgänge haben Puffer und welche nicht? Wie viel Reserve brauche ich für die identifizierten Risiken? Wo kollidieren zwei Projekte um dieselbe Fachkraft? Welches von 40 Vorhaben streiche ich, wenn das Budget um 15 Prozent gekürzt wird?
Diese Fragen lassen sich nicht mit Boards und Formelspalten beantworten. Sie brauchen eine Terminlogik, ein Ressourcenmodell und eine Portfolioebene.
Fairerweise: monday.com hat in den letzten Jahren aufgeholt, und mehrere gängige Behauptungen über das Produkt stimmen schlicht nicht mehr. monday.com kennt alle vier Vorgangsbeziehungen (Ende-Anfang, Anfang-Anfang, Ende-Ende, Anfang-Ende) inklusive Lead und Lag, es gibt eine Gantt-Baseline, es gibt bis zu fünf Hierarchieebenen bei Unteraufgaben, und Ressourcen- wie Portfoliomanagement existieren. Wer etwas anderes behauptet, argumentiert mit veralteten Informationen.
Der belastbare Unterschied ist nicht „fehlt", sondern flach - und erst im teuersten Tarif.
Terminplanung: Netzplan gegen Balkenverschiebung
WORKSPACE.PM berechnet den Netzplan nach der Methode des kritischen Pfades über alle Vorgänge und ihre Anordnungsbeziehungen. Vorwärts- und Rückwärtsrechnung liefern je Vorgang frühesten und spätesten Anfangs- und Endzeitpunkt sowie den Gesamtpuffer; Vorgänge mit Puffer null sind kritisch. Das Ergebnis lässt sich als klassische Netzplan-Ansicht mit Vorgangsknoten darstellen, der Terminkorridor zwischen frühestem Anfang und spätestem Ende erscheint als Bande hinter dem Balken. Vorgänger lassen sich per Texteingabe in PSP-Code-Syntax pflegen - 6.2; 6.4EE+3 bedeutet: Vorgänger 6.2, dazu 6.4 mit Ende-Ende-Beziehung und drei Tagen Versatz. Zirkelbezüge werden serverseitig erkannt und mit der konkreten Zykluskette angezeigt. Fixtermine wirken als Anker, die die Berechnung nicht verschiebt. Und im Planungsmodus lassen sich Umplanungen erst clientseitig durchspielen und dann gemeinsam speichern oder verwerfen.
Bei monday.com ist der kritische Pfad laut Dokumentation Pro- und Enterprise-Kunden vorbehalten und trägt den bemerkenswerten Hinweis: „Critical Path is open as a trial feature. In the future, this feature may require payment." Er wird als rote Hervorhebung im Gantt-Diagramm dargestellt; eine Ausgabe von Gesamt- oder freiem Puffer je Vorgang ist nicht dokumentiert. Termine verschieben sich reaktiv über zwei Abhängigkeitsmodi - „Strict" übernimmt Verschiebungen exakt, „Flexible" verhindert Überlappungen. Eine Terminplanung mit Vorwärts-/Rückwärtsrechnung gegen Kalender und Kapazitäten ist in der Dokumentation nicht dokumentiert. Arbeitszeiten, Feiertage und Abwesenheiten lassen sich hinterlegen, wirken laut Dokumentation aber auf die Auslastungsanzeige, nicht auf die Terminierung. Pro Board ist außerdem nur eine Abhängigkeitsspalte möglich, und board-übergreifende Abhängigkeiten sind Enterprise-exklusiv.
Struktur: Projektstrukturplan gegen Unteraufgaben
WORKSPACE.PM führt einen echten Container-Baum mit drei Knotentypen - Container für Phasen und Arbeitspakete, Meilensteine und Quality Gates - dazu eine grafische PSP-Baumdarstellung. PSP-Codes werden automatisch vergeben, und weil sie in der Praxis als Kostenstellenreferenz dienen, ist „Beim Umsortieren automatisch neu berechnen" standardmäßig ausgeschaltet: Die Codes bleiben stabil. Jeder Container lässt sich mit dreizehn Zusatzfunktionen bestücken - von Fortschritt über Kosten und Risiken bis Quality Gate - und der Fortschritt kann nach sieben Methoden ermittelt werden, darunter 0/50/100 und 0/100 sowie abgeleitet aus Kanban oder aus Unter-Containern. Ganze Teilbäume lassen sich als mandantenweite Vorlage in eine Bausteinbibliothek speichern. Dazu kommt eine AKV-Matrix mit den Markern A/E/I/K/M/P über Personen und Arbeitspakete sowie ein Stakeholder-Register mit Umfeldanalyse und Stakeholder-Portfolio.
monday.com hat seit 2024/25 mehrere Ebenen von Unteraufgaben: „You can add up to four levels beneath the level-zero item", also fünf Ebenen insgesamt - für „Projects" allerdings nur im Enterprise-Plan. Es gelten Grenzen von 750 Unteraufgaben je Hauptaufgabe und 5.000 Elementen je Board; Rollups funktionieren nicht für Mirror- und Formelspalten. Eine PSP-Semantik mit automatischer WBS-Codierung, Arbeitspaket-Typisierung und strukturorientierter Kostenaggregation ist in der Dokumentation nicht auffindbar.
Risikomanagement: Simulation gegen Vorlage
Das ist der deutlichste Abstand. WORKSPACE.PM führt eine 5×5-Risikomatrix aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung, umschaltbar zwischen Brutto- und Nettoansicht, mit nachvollziehbarer Formelanzeige statt Blackbox. Die Auswirkung wird dreidimensional bewertet - Termin, Kosten, Leistung. Über eine Dreipunktschätzung für Kostenauswirkung und Terminverzug läuft eine Monte-Carlo-Simulation mit PERT-Verteilung über 10.000 Iterationen und liefert P50-, P80- und P90-Kostenexposure; der empfohlene Reservebetrag lässt sich per Klick als Kostenposition „Risikovorsorge" in einen WBS-Container übernehmen. Dazu Bowtie-Analyse von Ursache über präventive Maßnahme zu Konsequenz, frei definierbare Key Risk Indicators mit Schwellwerten und Live-Status, Review-Zyklen mit Sign-off und Audit-Historie, Risiko-Burndown und Risk-Velocity. Dasselbe Modell läuft auf Programm- und Portfolioebene mit Hotspot-Heatmap und portfolioweiter Simulation. Chancen sind spiegelbildlich als eigene Domäne abgebildet.
Bei monday.com gibt es ein Risk-Register als Board-Vorlage und im Enterprise-Tarif „Portfolio Risk Insights": eine KI, die täglich Boarddaten auswertet und eine Liste potenzieller Risiken mit Schweregrad erzeugt. Das ist Früherkennung aus vorhandenen Daten - nützlich, aber kein geführtes Risikoregister. Eine Risikomatrix als Produktfunktion, Brutto-/Nettobewertung, Maßnahmenverfolgung mit Wirksamkeitsbewertung oder eine Monte-Carlo-Simulation sind in der Dokumentation nicht auffindbar; Monte Carlo behandelt monday.com in einem Blogartikel.
Ressourcen: Kapazitätsmodell gegen Auslastungsanzeige
WORKSPACE.PM führt eine organisationsweite Auslastungsmatrix über alle aktiven Personen und Maschinen, je Zelle gebuchte Stunden, effektive Kapazität und Abwesenheiten, umschaltbar zwischen Auslastung in Prozent, gebuchten und freien Stunden. Ein Klick auf eine Zelle zeigt die einzelnen Buchungen - wobei Buchungen aus Projekten, die der Betrachter nicht sehen darf, als „Anderes Projekt" maskiert erscheinen statt zu verschwinden: Man erkennt die Ursache einer Überbuchung, ohne fremde Projektinterna zu sehen. Beim Zuweisen prüft das System projektübergreifend die tatsächliche Auslastung im gewählten Zeitraum. Aufwand lässt sich auf eine Fähigkeit statt auf eine konkrete Person buchen - klassische Grob-vor-Feinplanung - und Ressourcenattribute tragen einen Tagessatz, aus dem Personalkosten automatisch berechnet werden.
monday.com bietet das Workload-Widget ab Pro und im Enterprise-Tarif Resource Directory, Resource Planner und Capacity Manager mit Rollen, Fähigkeiten und Standorten. Eine Grenze ist allerdings dokumentiert und für klassische Projektplanung erheblich: „Only one resource can be assigned per task." Ein Arbeitspaket mit drei Beteiligten in unterschiedlichen Anteilen lässt sich so nicht abbilden. Ressourcen-Leveling, ein Anforderungs- und Freigabeprozess für Ressourcen sowie Kostensätze je Rolle sind in der Dokumentation nicht auffindbar.
Portfolio: Steuerung gegen Konsolidierung
WORKSPACE.PM führt eine mehrstufige Portfolio-Hierarchie mit beliebig tief verschachtelten Sub-Portfolios, darunter Programme mit eigenen Zielen, Programmrisiken und einer Synergie-Entität, die den Mehrwert der Bündelung nachverfolgbar macht statt ihn nur zu behaupten. Neue Vorhaben laufen durch eine Demand-Pipeline mit Scoring-Frameworks, Mehrfachbewertung durch mehrere Gutachter, Trichteranalyse und Stage-Gate-Entscheidungen - Go, Kill, Hold, Recycle oder Conditional Go - bis zur atomaren Überführung des genehmigten Antrags in ein Projekt. Was-wäre-wenn-Szenarien lassen sich auf Basis eines Portfolios oder eines anderen Szenarios bauen, bis zu fünf parallel vergleichen, über einen Genehmigungsworkflow führen und anschließend mit Konflikterkennung auf das Live-Portfolio anwenden. Dazu Portfolio-Kostenauswertung nach Kostenart mit Abweichungsanalyse und Capex/Opex-Verhältnis, ROI, Kapitalwert und Amortisationsdauer aus dem Kosten-Nutzen-Plan, eine Ressourcen-Allokationsmatrix in Prozent, Personentagen, Stunden oder FTE sowie eine Multi-Diagramm-Analyse mit sieben Diagrammtypen.
Das Portfoliomanagement von monday.com ist laut Dokumentation ein All-Projects-Dashboard, das Daten aus bis zu 200 Projekt-Boards in vorkonfigurierte Widgets konsolidiert - Budgets, geplanter gegen verbrauchter Aufwand, Meilensteine, Fortschritt. Es ist ausschließlich im Enterprise-Tarif verfügbar. Priorisierungs- und Scoring-Modelle, Szenarienrechnung, Portfolio-Optimierung unter Budget- oder Kapazitätsrestriktion und eine eigenständige Programmebene sind in der Dokumentation nicht auffindbar.
Kosten: Kostenarten gegen Zahlenspalten
WORKSPACE.PM führt einen mandantenweiten Kostenartenkatalog mit Kontonummer, Geltungsbereich, Richtung und Capex/Opex-Klassifikation. Kostenpositionen tragen ein Verteilungsmuster - gleich-, anfangs- oder endverteilt -, Ist-Buchungen sind datierte Einzelposten, Personalkosten werden aus Ressourcenzuweisungen beziehungsweise Zeiterfassung mal effektivem Stundensatz berechnet, und Budgetüberschreitungen erscheinen als farbliche Warnung am Container. Eine Earned-Value-Auswertung erfasst Planned Value, Earned Value und Actual Cost je Stichtag und speist ein EVM-Dashboard.
monday.com beschreibt Budgetverfolgung in der eigenen Dokumentation über Zahlenspalten und Formeln: „Add a Numbers Column to our board, and fill it in with the total budget." Ein Fertigstellungswertverfahren ist nicht Bestandteil des Produkts; EVM behandelt monday.com in einem Blogartikel.
Was noch dazukommt
Neben den klassischen PPM-Domänen bringt WORKSPACE.PM Bausteine mit, die in einem Board-Tool systematisch fehlen: Zeiterfassung mit Wochen-Zeitblättern und ein- oder zweistufiger Genehmigung samt Massenfreigabe, Dokumentengenerierung, die aus Live-Projektdaten fertige Word-Dokumente erzeugt - Statusbericht, Projektauftrag, Abschlussbericht, Änderungsantrag -, Meetings mit Protokoll, Agenda und nachverfolgten Beschlüssen, ein Ideen- und Innovationsmanagement mit Kampagnen, Voting und gewichteter Scorecard, OKR und Strategiefelder mit Alignment-Matrix, die Projekte ohne strategischen Bezug als „Waisen" markiert, eine Workflow-Engine mit zwölf Knotentypen inklusive Genehmigung, Timer und Eskalation sowie ein systemweiter Audit-Trail. Projektpläne lassen sich aus MS Project, Primavera P6 und Asta Powerproject importieren - inklusive Abhängigkeiten und Ressourcenzuweisungen.
Auf der Methodenseite ist das Engineering-Modul erwähnenswert: Es lässt sich je Projekt auf ein Preset umstellen - generisch, Automotive SPICE oder V-Modell XT -, wobei die Begriffe der Ansichten dem Preset folgen und Anforderungen n:m mit Prüfobjekten verknüpft werden. Ehrlich dazugesagt: Die Traceability-Datenbasis existiert, eine Traceability-Matrix als eigene Ansicht ist noch nicht ausgeliefert.
Die Vergleichstabelle: Projektmanagement-Funktionen im Detail
Stand August 2026. Alle Angaben zu monday.com aus dessen öffentlicher Dokumentation, abgerufen am 08.08.2026. „Nicht dokumentiert" heißt: in der Anbieterdokumentation nicht auffindbar - nicht zwingend, dass es die Funktion nirgends gibt. Bitte vor der Beschaffungsentscheidung am Original verifizieren.
| Funktion | WORKSPACE.PM | monday.com |
|---|---|---|
| Netzplanberechnung (CPM) | Vorwärts-/Rückwärtsrechnung, FAZ/FEZ/SAZ/SEZ je Vorgang | Nicht dokumentiert |
| Kritischer Pfad | Aus Netzplan abgeleitet, umschaltbare Hervorhebung + eigene Netzplan-Ansicht | Rote Hervorhebung im Gantt, ab Pro; laut Doku „open as a trial feature" |
| Gesamtpuffer je Vorgang | Ja, inkl. Terminkorridor-Anzeige am Balken | Nicht dokumentiert |
| Vorgangsbeziehungen EA/AA/EE/AE + Versatz | Ja, auch per Texteingabe (6.4EE+3) | Ja, ab Pro, mit Lead/Lag; max. 1 Abhängigkeitsspalte je Board |
| Board-/projektübergreifende Abhängigkeiten | Ja, auch zwischen Meilensteinen verschiedener Projekte | Enterprise |
| Basisplan (Baseline) | Beliebig viele, zwei Baselines gegeneinander vergleichbar, Verlaufs-Scrubber | Ja, ab Pro; Snapshots nicht editierbar |
| Meilensteintrendanalyse | Nicht enthalten | Nicht dokumentiert |
| Projektstrukturplan mit PSP-Codes | Ja, mit Stabilitätssteuerung für externe Referenzen | Nicht dokumentiert (5 Unteraufgaben-Ebenen, für „Projects" nur Enterprise) |
| Fortschrittsmethoden | 7 Verfahren (0/50/100, 0/100, aus Kanban, aus Unter-Containern u. a.) | Prozent-/Statusspalten |
| AKV-/RACI-Matrix | Ja, eigenständige Matrix | Nicht dokumentiert |
| Stakeholder-Analyse | Register + Umfeldanalyse + Stakeholder-Portfolio mit Strategiequadranten | Nicht dokumentiert |
| Risikomatrix (Wahrscheinlichkeit × Auswirkung) | 5×5, Brutto/Netto, Klickfilter, Formelanzeige | Board-Vorlage |
| Monte-Carlo-Simulation | PERT, 10.000 Iterationen, P50/P80/P90, Reserve als Kostenposition | Nicht dokumentiert |
| Risiko-Maßnahmen & Bowtie | Präventiv/korrektiv mit Reduktionswert, Kosten, Frist; Bowtie-Analyse | Nicht dokumentiert |
| Key Risk Indicators, Review-Zyklen | Ja, mit Schwellwerten und Audit-Historie | Nicht dokumentiert |
| KI-Risikofrüherkennung | Ja (BYO-AI-Provider) | Ja, „Portfolio Risk Insights" (Enterprise) |
| Ressourcen je Arbeitspaket | Mehrere Personen und Maschinen mit Plan-/Ist-Aufwand | „Only one resource can be assigned per task" |
| Skill-Topf / generische Ressource | Ja, später auf Personen auflösbar | Nicht dokumentiert |
| Maschinen als Kapazitätsträger | Ja, mit Tageskapazität | Nicht dokumentiert |
| Org-weite Auslastungsmatrix | Ja, mit Drilldown und Maskierung fremder Projekte | Workload-Widget ab Pro; Resource Planner + Capacity Manager Enterprise |
| Kostenartenkatalog, Capex/Opex | Ja, mandantenweit mit Kontonummer | Nicht dokumentiert (Zahlen-/Formelspalten) |
| Personalkosten aus Aufwand × Satz | Automatisch, Plan und Ist | Nicht dokumentiert |
| Earned Value (PV/EV/AC) | Ja, Erfassung je Stichtag + EVM-Dashboard | Nicht dokumentiert (nur Blogartikel) |
| Portfolio-Hierarchie & Programmebene | Mehrstufig, Sub-Portfolios, Programme mit Synergie-Nachverfolgung | All-Projects-Dashboard (Enterprise), bis 200 Boards |
| Demand-Pipeline mit Stage-Gate | Go/Kill/Hold/Recycle/Conditional Go, Scoring, Trichteranalyse | Nicht dokumentiert |
| Was-wäre-wenn-Szenarien | Bis 5 parallel, Genehmigungsworkflow, Merge mit Konflikterkennung | Nicht dokumentiert |
| ROI / Kapitalwert / Amortisation | Aus Kosten-Nutzen-Plan abgeleitet | Nicht dokumentiert |
| Anforderungsmanagement (ASPICE / V-Modell XT) | Engineering-Preset je Projekt, n:m-Verknüpfung zu Prüfobjekten (Trace-Matrix-Ansicht noch nicht ausgeliefert) | Nicht dokumentiert |
| Änderungsanträge | Register mit Kategorie, Impact-Dimensionen, Genehmiger, Risikoverknüpfung | Board-Vorlage |
| Quality Gates | Ja, als eigener Knotentyp im Strukturbaum | Nicht dokumentiert |
| Zeiterfassung mit Genehmigung | Wochen-Zeitblätter, ein-/zweistufig, Massenfreigabe bis 500 | Zeiterfassungsspalte |
| Dokumentengenerierung (.docx) | Ja, aus Live-Projektdaten mit Platzhalterprüfung | Nicht dokumentiert |
| Meetings mit Protokoll & Beschlüssen | Ja, inkl. Serien-Auswertung und Outlook/M365 | Nicht dokumentiert |
| Ideen-/Innovationsmanagement | Kampagnen, Voting, gewichtete Scorecard, Idee → Projekt | Nicht dokumentiert |
| OKR / Strategie-Alignment | Strategiefelder, 6 Key-Result-Typen, Alignment-Matrix, Lückenanalyse | Nicht dokumentiert |
| Import MS Project / Primavera P6 | Ja, inkl. Abhängigkeiten und Zuweisungen | Nicht dokumentiert |
| SSO (SAML), SCIM, Audit-Log | In allen Modellen enthalten | Enterprise (Pro: Google-Authentifizierung) |
Unterschied 2: Was es kostet - und ab wann
Bei monday.com hängt der Funktionsumfang am Tarif
Das ist der Punkt, den ein Feature-Vergleich ohne Preisbezug systematisch verfehlt. Bei monday.com verteilen sich die projektrelevanten Funktionen über die Tarifstufen: Gantt-Diagramm ab Standard. Abhängigkeiten, Meilensteine, kritischer Pfad, Baseline und Workload-Widget ab Pro. Portfoliomanagement, Ressourcenverwaltung, board-übergreifende Abhängigkeiten, Risk Insights, SAML-SSO, SCIM-Provisioning und Audit-Log ausschließlich im Enterprise-Tarif - mit zwölf Monaten Mindestlaufzeit und der Bedingung: „For Enterprise accounts, all bundled products must be on the Enterprise plan."
Für einen ehrlichen Vergleich mit WORKSPACE.PM ist deshalb mindestens Pro der richtige Ausgangspunkt, und für Portfolio- und Ressourcensteuerung Enterprise.
Die Rechnung
Sitzplätze verkauft monday.com in Paketen: „Our pricing plans start at a minimum of 3 seats, and then ascend in multiples of 5." Wer 21 Personen anbinden will, zahlt 25 Sitzplätze. WORKSPACE.PM rechnet als Plattformpreis mit inkludierten Accounts: SaaS ab 99 € im Monat inklusive 5 Accounts, jeder weitere 16,80 €.
| Teamgröße | WORKSPACE.PM SaaS (monatlich zahlbar) | monday.com Pro (jährlich im Voraus) | monday.com Pro (monatlich) |
|---|---|---|---|
| 10 Personen | 2.196 €/Jahr | 2.280 €/Jahr | 2.880 €/Jahr |
| 20 Personen | 4.212 €/Jahr | 4.560 €/Jahr | 5.760 €/Jahr |
| 21 Personen | 4.414 €/Jahr | 5.700 €/Jahr (25 Sitze) | 7.200 €/Jahr |
| 50 Personen | 10.260 €/Jahr | 11.400 €/Jahr | 14.400 €/Jahr |
| 100 Personen | 20.340 €/Jahr | 22.800 €/Jahr | 28.800 €/Jahr |
monday.com Pro: 19 € je Sitzplatz und Monat bei jährlicher, 24 € bei monatlicher Zahlung. WORKSPACE.PM SaaS: 99 €/Monat inkl. 5 Accounts, jeder weitere 16,80 €/Monat; Mengenstaffel ab 250 Accounts.
Drei Beobachtungen dazu.
WORKSPACE.PM ist in jeder dieser Konstellationen günstiger - und das bei monatlicher Abrechnung, während der günstigere monday.com-Preis eine Jahresvorauszahlung voraussetzt: „You will be billed one time for one year upfront."
Der Paketverschnitt trifft genau die typischen Teamgrößen. Bei 21 Personen zahlen Sie vier Sitzplätze, die niemand nutzt - 912 € im Jahr. Bei 16 Personen dasselbe. Nur wer zufällig exakt auf einer Paketstufe landet, zahlt genau für das, was er nutzt.
Der Vergleich ist zugunsten von monday.com gerechnet. Die Pro-Zeile enthält kein Portfoliomanagement, keine Ressourcenverwaltung, kein SSO, kein SCIM, kein Audit-Log und keine board-übergreifenden Abhängigkeiten. Alles davon ist bei WORKSPACE.PM im Preis enthalten. Wer diese Funktionen bei monday.com braucht, landet im Enterprise-Tarif, für den keine Listenpreise veröffentlicht werden; Marktdaten von Verhandlungsplattformen und Fachportalen deuten auf etwa 20 bis 40 US-Dollar je Sitzplatz und Monat hin - bei 20 Personen also grob 4.800 bis 9.600 US-Dollar im Jahr, mit zwölf Monaten Bindung.
Und selbst dann gibt es weder Netzplanberechnung mit Puffern noch Monte-Carlo-Simulation, weder PSP-Codes noch Portfolio-Szenarien.
Was WORKSPACE.PM sonst noch anders macht
Es gibt keine Editionen. SaaS ab 99 €, Managed Hosting ab 499 € mit 20 Accounts, On-Premises ab 1.699 € mit 50 Accounts - der Funktionsumfang ist in allen drei Modellen identisch. Die Wahl zwischen ihnen ist eine reine Betriebsfrage, keine Funktionsfrage. Und die Testphase läuft 30 Tage mit vollem Funktionsumfang ohne Kreditkarte, während monday.com eine 14-tägige Pro-Testphase anbietet.
Unterschied 3: Wo Ihre Daten liegen
Warum das 2026 schwerer wiegt als 2023
Der Bitkom Cloud Report 2026 (603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten, Erhebung KW 14-20/2026) zeigt eine deutliche Verschiebung: 85 Prozent halten Deutschland für zu abhängig von US-Cloud-Anbietern, nach 78 Prozent im Vorjahr. 98 Prozent derjenigen, die Cloud nutzen oder deren Nutzung planen, berücksichtigen das Herkunftsland des Anbieters. In einer zweiten Auswertung vom Juli 2026 halten 97 Prozent den Serverstandort für wichtig; die USA als Rechenzentrumsstandort lehnen 51 Prozent ab. Am aufschlussreichsten ist die Schere: 71 Prozent nutzen US-Anbieter, aber nur 8 Prozent würden sie bevorzugen.
Dazu kommt die rechtliche Lage. Am 29. Juni 2026 entschied der US Supreme Court in Trump v. Slaughter (No. 25-332) mit 6:3 Stimmen, dass der Präsident FTC-Kommissare ohne Angabe von Gründen entlassen darf, und hob dabei das Präjudiz Humphrey's Executor auf. Das betrifft den EU-US Data Privacy Framework unmittelbar, weil sich der Angemessenheitsbeschluss (EU) 2023/1795 an zahlreichen Stellen auf die Unabhängigkeit dieser Behörde stützt. Der Beschluss bleibt formal gültig, bis er aufgehoben oder gerichtlich für nichtig erklärt wird; Berichten zufolge hat der Europäische Datenschutzausschuss die Kommission Ende Juli 2026 aufgefordert, eine rechtliche Überprüfung einzuleiten. Parallel läuft vor dem EuGH das Rechtsmittel Latombe (C-703/25 P) gegen das Urteil des Gerichts der EU vom 3. September 2025 (T-553/23).
Der Faktencheck zu monday.com
monday.com betreibt drei Datenregionen: US, EU (Frankfurt) und APAC. Die Zuordnung erfolgt automatisch: „Your account's data region is set automatically based on the location of the first user who opens the account." Für europäische Nutzer bedeutet das im Grundsatz die EU-Region - und dieser Punkt gehört fair benannt, weil er in Vergleichsdarstellungen häufig untergeht.
Nur greift die automatische Zuordnung eben nicht immer. Die Bedingung lautet: „Storing data in the EU Data Region is available for Enterprise plans, and for Standard and Pro plans created on or after January 23, 2023." Accounts, die diese Kriterien nicht erfüllen - Basic, Free, ältere Standard- und Pro-Accounts -, werden nach Nutzerstandort der US- oder APAC-Region zugewiesen. Ein deutsches Unternehmen im Basic-Tarif speichert seine Projektdaten also in den USA, ohne dass im Anmeldeprozess je eine Frage gestellt worden wäre.
Drei weitere Punkte aus derselben Dokumentation: Ein Teil der Daten bleibt unabhängig von der Region in den USA - „user credentials, profiles, usage analytics, automation metadata, and monday Apps". Bei Standard- und Pro-Accounts in der EU-Region können zusätzlich Kundendaten in den USA verarbeitet werden; nur für Enterprise sagt monday.com ausschließliches EU-Hosting der Kundendaten zu. Und ein Regionswechsel ist nachträglich ausgeschlossen: „once an account begins storing data it cannot be moved." Der Weg führt über einen neuen Account - wobei das offizielle Werkzeug zum Kopieren von Boards voraussetzt, dass beide Accounts „on the same regional server (US or EU)" liegen.
Warum Frankfurt die Frage nicht abschließend beantwortet
Der US CLOUD Act ermöglicht US-Behörden, auf richterliche Anordnung von Anbietern, die der US-Jurisdiktion unterliegen, die Herausgabe von Daten in deren Verfügungsgewalt zu verlangen - unabhängig vom Speicherort. Ob und wie weit das bei europäischen Vertragsgesellschaften von US-Konzernen greift, ist rechtlich umstritten; ausgeschlossen ist es nach überwiegender Auffassung nicht. Die Infrastruktur hinter monday.coms EU-Region ist AWS, Backup-Anteile liegen bei Google. Hinzu kommt: monday.com hat seinen Unternehmenssitz in Israel, Kundendaten können dort verarbeitet werden - abgedeckt durch einen eigenen Angemessenheitsbeschluss -, und die US-Gesellschaft ist unter dem Data Privacy Framework zertifiziert.
Damit stehen in einer Prüfung drei Stränge nebeneinander: Verarbeitung in Israel, Verarbeitung in den USA und die Jurisdiktion der Infrastrukturbetreiber. Jeder für sich handhabbar, zusammen eine Architektur mit mehreren beweglichen Teilen.
WORKSPACE.PM im selben Raster
SaaS und Managed Hosting laufen ausschließlich in deutschen Rechenzentren; im On-Premises-Modell bestimmen Sie den Standort selbst. Anbieter und Betrieb unterliegen deutschem Recht, Gerichtsstand ist Deutschland. Der Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO enthält eine Unterauftragnehmerliste und ist vorab prüfbar - also bevor Sie sich entscheiden, nicht erst im Onboarding. SSO über Entra ID, Okta oder Google, MFA per TOTP und Passkeys mandantenweit erzwingbar, SCIM-2.0-Provisioning und ein systemweiter, filterbarer Audit-Trail sind in allen Modellen enthalten.
Eine Anmerkung in eigener Sache, weil sie zur Fairness dieses Artikels gehört: Die ISO-27001-Zertifizierung bezieht sich auf den Rechenzentrumsbetreiber. monday.com weist auf Unternehmensebene ein breiteres Portfolio aus - ISO 27001, 27017, 27018, 27032, 27701 sowie SOC 1, 2 und 3. Wenn Zertifikatsbreite Ihr primäres Kriterium ist, ist das ein Punkt für monday.com. Für die Frage, wer im Ernstfall zugreifen kann, ist es der falsche Indikator. BSI C5 weist keiner der beiden Anbieter aus.
Der eigentliche strukturelle Unterschied ist das Betriebsmodell: Wer die Drittstaatenfrage beenden will, betreibt WORKSPACE.PM im eigenen Rechenzentrum - und verliert dabei keine einzige Funktion. monday.com ist ein reiner Cloud-Dienst.
Vergaberecht: seit Juli 2026 ein Zuschlagskriterium
Seit dem 1. Juli 2026 nennt § 58 Abs. 2 Satz 2 Nr. 4 VgV „Aspekte der digitalen Souveränität" ausdrücklich als zulässiges Zuschlagskriterium; die Gesetzesbegründung führt „die Lokalisierung von Daten sowie die rechtliche, organisatorische und technische Immunität gegen unerwünschte Zugriffe" an. Über § 128 Abs. 2 GWB lässt sich digitale Souveränität als Ausführungsbedingung über die gesamte Vertragslaufzeit festschreiben. Im Anwendungsbereich der VgV - also bei EU-weiten Vergaben - ist der Serverstandort damit ein belastbarer Zuschlagsfaktor, und für Bieter mittelbar eine Marktzutrittsfrage.
Wann monday.com die bessere Wahl ist
Ein Vergleich, der nur in eine Richtung zeigt, ist keiner. Es gibt Konstellationen, in denen monday.com das passendere Werkzeug ist.
Wenn Ihr Bedarf Aufgaben- und Arbeitskoordination ist statt Projektsteuerung - Redaktionsplanung, Kampagnensteuerung, Vertriebspipelines, Onboarding-Prozesse -, ist ein flexibles Board-System oft die bessere Antwort als ein PPM-System. Wenn Sie sehr breite Integrationsanforderungen haben, ist der App-Marktplatz von monday.com deutlich größer. Wenn Sie Marketing- und Kreativteams ausstatten, spricht die Bedienlogik für monday.com; Gartner führt das Produkt nicht ohne Grund auch als Leader für Marketing Work Management. Und wenn Zertifikatsbreite auf Unternehmensebene ein hartes Kriterium Ihrer Sicherheitsorganisation ist, hat monday.com objektiv mehr vorzuweisen.
Sobald aber Termine voneinander abhängen, Budgets nachgehalten werden müssen, Ressourcen zwischen Projekten konkurrieren oder ein Portfolio zu priorisieren ist, wechselt die Anforderung die Kategorie - und dann ist ein Board-Tool das falsche Werkzeug, unabhängig vom Preis.
Was ein Umstieg realistisch bedeutet
Ein PPM-Wechsel ist kein Nachmittagsprojekt, und alles andere zu behaupten wäre unseriös.
Realistisch sind drei Phasen. Zuerst eine Bestandsaufnahme: Welche Projekte, Boards und Automatisierungen sind tatsächlich produktiv, und welche werden nur mitgeschleppt? Erfahrungsgemäß fällt hier ein erheblicher Teil weg. Dann die Datenübernahme - wobei WORKSPACE.PM Projektpläne aus MS Project, Primavera P6 und Asta Powerproject inklusive Abhängigkeiten und Ressourcenzuweisungen importiert. Zuletzt der Aufbau der Strukturen, die vorher nicht abbildbar waren: Netzplan, PSP, Risikoregister, Portfoliozuordnung.
Der interessante Vergleichspunkt: Dieselben drei Phasen fallen auch an, wenn Sie innerhalb von monday.com von der US- in die EU-Region wechseln müssen - weil dabei ein neuer Account entsteht und das offizielle Kopierwerkzeug regionsübergreifend nicht funktioniert. Wer diesen Aufwand ohnehin vor sich hat, sollte die Anbieterfrage gleich mit beantworten.
Ihre Prüfliste: zehn Fragen an jeden Anbieter
Anbieterneutral formuliert. Stellen Sie sie uns genauso wie jedem anderen - die Antworten sortieren das Feld schneller als jede Feature-Matrix.
- Berechnet das System einen Netzplan mit Vorwärts- und Rückwärtsrechnung, und gibt es den Gesamtpuffer je Vorgang aus?
- Können mehrere Personen mit unterschiedlichen Anteilen auf dasselbe Arbeitspaket gebucht werden?
- Gibt es ein geführtes Risikoregister mit Bewertung, Maßnahmen und Wirksamkeitskontrolle - oder eine Vorlage?
- Lässt sich ein Portfolio unter Budgetrestriktion in Szenarien durchrechnen, bevor entschieden wird?
- Welche der benötigten Funktionen liegen in welcher Tarifstufe, und was kostet die höchste?
- Wie viele Sitzplätze müssen wir kaufen, um unsere tatsächliche Teamgröße abzudecken?
- In welchem Land liegen unsere Produktivdaten und die Backups - und wie wird die Region bestimmt?
- Welche Datenkategorien verlassen die EU trotz EU-Hosting? Bitte abschließend aufzählen.
- Bekommen wir die Unterauftragnehmerliste vor Vertragsschluss - und wo verarbeitet jeder einzelne?
- Gibt es eine On-Premises-Option, und ist deren Funktionsumfang identisch?
Zur vertraglichen Seite geht unser Beitrag DSGVO-Compliance in PPM: 5 Prüffragen für IT-Leiter weiter in die Tiefe.
Fazit
Die Frage ist nicht, ob monday.com ein gutes Produkt ist - das ist es. Die Frage ist, ob Sie ein Aufgabensystem brauchen oder ein Projektmanagementsystem.
Brauchen Sie Boards für koordinierte Teamarbeit, ist monday.com eine sehr gute Wahl. Brauchen Sie Terminlogik mit Puffern, Kostenverfolgung nach Kostenarten, Risikoquantifizierung, Ressourcenkapazität über Projektgrenzen und eine Portfolioebene, die Entscheidungen vorbereitet statt sie nur zu berichten, dann bekommen Sie das bei WORKSPACE.PM vollständig - zu einem niedrigeren Preis als monday.coms Pro-Tarif, ohne Editionen, ohne Jahresvorauszahlung und mit der Option, das System in Ihr eigenes Rechenzentrum zu holen.
Häufige Fragen
Ist WORKSPACE.PM eine echte Alternative zu monday.com? Für Aufgaben- und Teamkoordination sind beide einsetzbar. Sobald klassische Projektmanagement-Anforderungen dazukommen - Netzplan mit kritischem Pfad und Puffern, Projektstrukturplan mit PSP-Codes, quantitatives Risikomanagement, Portfolio-Szenarien, Kostenarten und Earned Value -, deckt WORKSPACE.PM Funktionen ab, die in der Dokumentation von monday.com nicht auffindbar sind.
Was kostet WORKSPACE.PM im Vergleich zu monday.com? WORKSPACE.PM SaaS kostet 99 € im Monat inklusive fünf Accounts, jeder weitere 16,80 € - bei 20 Personen also 4.212 € im Jahr, monatlich abgerechnet. monday.com Pro kostet bei 20 Sitzplätzen 4.560 € im Jahr bei jährlicher Vorauszahlung, ohne Portfoliomanagement, Ressourcenverwaltung, SSO und Audit-Log.
Warum ist monday.com kein klassisches PPM-Tool? monday.com positioniert sich selbst als „AI Work Platform" und wird von Gartner in der Kategorie „Adaptive Project Management and Reporting" geführt, nicht als Projektportfoliomanagement-Suite. Funktionen wie Netzplanberechnung, Monte-Carlo-Simulation, Portfolio-Szenarien und Earned-Value-Verfahren sind in der Produktdokumentation nicht auffindbar.
Hat monday.com einen kritischen Pfad? Ja, ab dem Pro-Tarif - als rote Hervorhebung im Gantt-Diagramm. Die Dokumentation weist darauf hin: „Critical Path is open as a trial feature. In the future, this feature may require payment." Eine Ausgabe von Gesamt- oder freiem Puffer je Vorgang ist nicht dokumentiert.
Kann man in monday.com mehrere Personen auf eine Aufgabe planen? Für das Ressourcenmanagement gilt laut Dokumentation: „Only one resource can be assigned per task." Ein Arbeitspaket mit mehreren Beteiligten in unterschiedlichen Anteilen lässt sich damit nicht abbilden.
Ist monday.com DSGVO-konform? Ein DSGVO-konformer Einsatz ist möglich; monday.com stellt einen Auftragsverarbeitungsvertrag bereit und ist unter anderem nach ISO 27001, ISO 27018 und SOC 2 Type II zertifiziert. Die Bewertung im Einzelfall hängt davon ab, in welcher Datenregion Ihr konkreter Account liegt, welche Daten unabhängig davon in den USA verarbeitet werden und wie Sie den Drittstaatentransfer absichern.
Wo speichert monday.com die Daten? In einer US-, EU- (Frankfurt) oder APAC-Region. Die Zuordnung erfolgt automatisch nach dem Standort des ersten Nutzers - der EU aber nur dann, wenn der Tarif qualifiziert: Enterprise oder Standard/Pro ab dem 23. Januar 2023. Als Infrastruktur nennt der Anbieter AWS mit Backup-Anteilen auf der Google Cloud Platform.
Kann ich meinen bestehenden monday.com-Account nach Frankfurt umziehen? Nein. monday.com formuliert: „once an account begins storing data it cannot be moved." Der Wechsel erfordert einen neuen Account; das offizielle Werkzeug zum Kopieren von Boards setzt zudem voraus, dass beide Accounts auf demselben regionalen Server liegen.
Gibt es monday.com als On-Premises-Lösung? Nein, monday.com ist ein reiner Cloud-Dienst. WORKSPACE.PM gibt es als SaaS, dediziertes Managed Hosting oder On-Premises - mit identischem Funktionsumfang.
Darf der Serverstandort bei einer öffentlichen Ausschreibung gewertet werden? Seit dem 1. Juli 2026 nennt § 58 Abs. 2 Satz 2 Nr. 4 VgV Aspekte der digitalen Souveränität ausdrücklich als zulässiges Zuschlagskriterium; über § 128 Abs. 2 GWB lassen sie sich als Ausführungsbedingung festschreiben. Die VgV gilt für Vergaben oberhalb der EU-Schwellenwerte.
Selbst prüfen statt vertrauen
Testen Sie WORKSPACE.PM 30 Tage kostenlos mit vollem Funktionsumfang - ohne Kreditkarte. Legen Sie einen echten Projektplan an, lassen Sie den Netzplan rechnen und schauen Sie sich an, wo die Puffer liegen. Und stellen Sie uns dabei die zehn Fragen aus der Prüfliste. Wenn wir eine davon nicht sauber beantworten können, haben Sie eine wichtige Information gewonnen.
Autor

Geschäftsführer
Wirtschaftsinformatiker (B.Sc.) mit über 20 Jahren Erfahrung in IT-Projektmanagement und Softwareentwicklung. Als Geschäftsführer der AMNAU GmbH entwickelt er Lösungen für strategisches Projektportfoliomanagement in mittelständischen Unternehmen.
