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Wie aktualisiere ich meine On-Premises-Installation?

4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 23.8.2026

Auf eine neuere Version bringen

Übersicht

Ein Update ist kein Austausch von Dateien, sondern ein Ablauf mit Sicherung und Abnahme. Drei Zusagen gelten: Ohne erfolgreiche Sicherung beginnt nichts. Im Regelfall läuft das Update ohne Ausfall, weil Swarm erst den neuen Dienst startet und den alten danach stoppt. Und ist die Abnahme rot, rollt wsp selbsttätig auf die vorherige Version zurück.

Voraussetzungen

  • Eine von wsp verwaltete Installation auf diesem Server
  • Ausgehende Verbindung zu Helpdesk und Registry
  • Mindestens 20 GiB freier Plattenplatz für Abbilder, Sicherung und den Überlapp
  • Ein hinterlegter, gültiger Lizenzschlüssel

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Nachsehen, ob es etwas Neues gibt

    sudo wsp update --check
    
    • Verändert nichts, nennt installierte und verfügbare Version, die Zahl der Stufen und den Changelog-Text
    • Als wöchentlicher Cronjob sinnvoll: 0 7 * * 1 /usr/local/bin/wsp --headless update --check
  2. Plattenplatz prüfen

    df -h /var
    
  3. Prüfen, ob die letzte Sicherung ausgelagert ist

  4. Update starten

    sudo wsp update
    
    • Sie sehen zuerst eine Vorschau mit Zielversion, Stufen, Changelog, Dauerschätzung und jedem Ablaufschritt
    • Erst Ihre Bestätigung startet den Lauf
    • Mit l blenden Sie das Protokoll ein
    • Ohne Oberfläche: sudo wsp --headless update
  5. Nach dem Update prüfen

    • Anmelden, ein Projekt öffnen, einen Anhang herunterladen
    • sudo wsp status zeigt die neue Version

Der Ablauf im Einzelnen

SchrittWas geschieht
Beschreibung holenSignatur, Kanal, Versionskette
VorbedingungenStack, Plattenplatz
SicherungDatenbank und Dateiablage, sofort geprüft
Abbilder ladenJedes über seine Prüfsumme
Datenbank angleichenÄnderungen am Datenmodell
Rollierend ausrollenNeu starten, gesund abwarten, alt stoppen
KonvergenzJe Dienst bis zu fünf Minuten
AbnahmeLokal und über die öffentliche Adresse
AbschlussZustand fortschreiben, aufräumen

Was "freigegeben" bedeutet

Damit wsp eine Version überhaupt sieht, müssen zwei Dinge zutreffen: Es liegt eine signierte Beschreibung der Version vor, und der Changelog-Eintrag ist veröffentlicht. Fehlt eines von beidem, existiert die Version für Ihre Instanz nicht. Die Signatur wird bei jedem Abruf geprüft.

Der Kanal steht in /etc/wsp/env unter WSP_CHANNEL: stable ist der Regelfall, beta nur nach ausdrücklicher Absprache mit dem Support.

Häufige Fehler und Tipps

  • Hinweis: Scheitert die Sicherung, beginnt das Update nicht.
    • Rückgabewert 5, und es wurde nichts verändert. Häufigste Ursache ist fehlender Plattenplatz, zweithäufigste eine nicht laufende Datenbank.
  • Hinweis: Manche Versionen brauchen ein Wartungsfenster.
    • Bringt eine Version Änderungen mit, die der alte Programmstand nicht mehr trägt, hält wsp die Anwendungsdienste kurz an. Das wird in der Vorschau und im Protokoll vorher angekündigt.
  • Hinweis: "Stufen" nennt die Zahl der Zwischenversionen.
    • Manche Releases lassen sich nicht direkt von jeder älteren Version aus erreichen. Sie stoßen das Update einmal an, die Reihenfolge ergibt sich von selbst - jede Stufe mit eigener Sicherung und eigener Abnahme.
  • Hinweis: Rückgabewert 6 heißt: nicht erneut versuchen.
    • Ließ sich die Datenbankänderung nicht einspielen, kann die Instanz in einem Zwischenzustand sein. Diagnosepaket schnüren und den Support einschalten.
  • Tipp: --version <v> nur auf Aufforderung des Supports nutzen.
    • Im Regelfall ist die neueste freigegebene Version die richtige.
  • Tipp: Das Programm wsp mit aktualisieren.
    • Es aktualisiert sich nicht selbst. Die Datei zu ersetzen unterbricht nichts: sudo install -m 0755 wsp /usr/local/bin/wsp.

Weiterführende Informationen